Über mich

Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie die Unerreichbare, für die Furchtsamen ist sie die Unbekannte, für die Tapferen ist sie die Chance. (Victor Hugo)
julia Geboren und aufgewachsen in und um Frankfurt am Main, hatte ich schon als Kind Spaß daran, Koch- und vor allem Backrezepte auszuprobieren. Ich muss zugeben, dass die ersten Versuche nicht von großem Erfolg gekrönt waren (meine Familie hat trotzdem tapfer alles probiert). Aber mit der Zeit arbeitete ich mich durch „learning by doing“ in durchaus genießbare Regionen vor. Vielleicht war es deshalb nur folgerichtig, dass es mich nach dem Abitur nach Wuppertal verschlug, wo ich eine Konditorlehre absolvierte und – mehr oder weniger gleichzeitig – Wirtschaftswissenschaften studierte. Mit der Zeit stellte ich jedoch fest, dass mir das Backen mehr Spaß machte als Zahlen und Statistiken. Deshalb entschloss ich mich Ende 2010, das Studium erstmal auf Eis zu legen und stattdessen meinen Meister zu machen. Ab Januar 2011 pendelte ich also ein Jahr lang zwischen Frankfurt und der Meisterschule in Heidelberg. Im Februar 2012 war es endlich so weit: ich hatte meinen Meistertitel „in der Tasche“ und konnte mich damit an die Erfüllung meines Traums vom eigenen Café machen. Klein, aber fein sollte es sein – eben eine „petite confiserie“. Nachdem die Standortfrage – Frankfurt oder Wuppertal? – pro Wuppertal geklärt war, bestand mein Leben in den nächsten Monaten aus Planen, Rechnen, Businesspläne machen, Ladenräume suchen, mit Vermietern, Ämtern und Behörden verhandeln, Einrichtung kaufen usw. usf. – Ebay und Smartphone wurden meine besten Freunde. Am 31. August 2012 um 11.00 Uhr öffnete dann endlich „la petite confiserie“ in der Hochstraße 39 in Wuppertal ihre Pforten. Die Eröffnung war der wohl stressigste, aber auch schönste und spannendste Tag meines Lebens. Soviel wurde noch „auf den letzten Drücker“ gemacht! Während ich in der Backstube fleißig Tartes und Cupcakes produzierte, wurden im Flur noch Fußleisten angebracht. Doch alles klappte irgendwie, selbst meinen Kampf gegen den Gefrierschrank konnte ich mit Humor nehmen. Schließlich erinnert mich die kleine Narbe auf meiner Nase für immer an diesen wundervollen Tag, an dem ich nach jahrelanger Vorbereitung und Arbeit endlich meinen Traum erfüllen konnte. Es dauerte allerdings nicht sehr lange, bis sich die Räume in der Hochstraße als zu klein erwiesen. Vor allem in der Backstube herrschte große Enge, wenn mehrere Personen versuchten, Tortenbestellungen fertigzustellen und dabei das laufende Geschäft zu bedienen. Neue Räume mussten her! Die Lösung kam in Form eines Angebots, eine seit langem geschlossene Konditorei gleich um die Ecke, in der Marienstraße, zu übernehmen. Wie das aber so ist im "Kampf" mit Behörden, Ämtern und Handwerkern - die notwendigen Genehmigungen und Umbauarbeiten zogen sich viel länger hin als erwartet. Am 14. Mai 2016 war es aber endlich! so weit: die Eröffnungsfeier konnte steigen. Ein weiterer unvergesslicher Tag für mich und meine mittlerweile acht Mitarbeiterinnen! Und wir freuen uns auf viele weitere schöne Tage mit unseren vielen Stamm- und auch immer wieder neuen Gästen!